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Der Yak

Der Yak, ein 15 kg schweres koreanisches 26-Zoll-Rad von Corex mit 21 Gängen und einer leichten Delle am Rahmen, wurde im Juli 2006 für nur 100.000 Tögrög (umgerechnet 68 Euro) auf einem Bazar in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar gekauft, um mir nach Abschluss eines geographischen Geländepraktikums eine unabhängige und preiswerte Ausreise aus der Mongolei zu ermöglichen. Das Rad war allerdings ganz und gar nicht für eine Gepäckfahrt in schwierigem Gelände geeignet, so dass die Durchquerung des bergigen Steppenlandes mit unzähligen Speichenbrüchen (ganze 50 allein am Hinterrad!) und einem total aufgelösten Tretlager einherging. Am Ende dieser Feuertaufe war der Karren nur noch bedingt fahrtauglich bzw. kaum mehr als ein großes Souvenir. Erst ein Jahr nach der Reise wurde der Yak durch eine beherzte Reparatur des Tretlagers wieder flott gemacht, so dass er ein weiteres Jahr darauf als Retter in der Not in Berlin drei Wochen lang als Kurierrad eingesetzt werden konnte, denn im November 2008 war der Berserker aufgrund eines festkorrodierten Tretlagers wieder einmal vorübergehend außer Gefecht gesetzt... (März 2009)

Als Reserverad für den Notfall verdammt, fristete der Yak in den Folgejahren ein wenig verheißungsvolles Dasein in einer dunklen Garagenecke ungenutzt und beinahe in Vergessenheit geraten. Doch dann kam es im Sommer 2012 zu einer folgeschweren Entscheidung, die dem Karren plötzlich den Status eines vollwertigen Reiserades verlieh, denn er war etwas leichter, als der Berserker und daher bestens für die nun folgenden Bergtouren durch die zentralasiatischen Hochgebirge geeignet. Mit neuen Laufrädern, die ich zuvor einbaute, brach keine Speiche mehr; auch die Billig-Gepäckträger vom mongolischen Bazar erwiesen sich als zuverlässig, obwohl der vordere stets nur mit Draht und Kabelbinder am Rahmen fixiert werden konnte. Ein paar Teile mussten unterwegs dann aber doch ersetzt werden und so kam es, dass aus dem Yak schon bald ein internationales Gefährt wurde: das Rad koreanisch, gekauft in der Mongolei, die Gepäckträger chinesisch, die Laufräder deutsch, die Pedalen kirgisisch, die Bremsen tadschikisch... Ich war inzwischen so fasziniert von diesem Rad, dass ich es 2014 ohne Bedenken für eine zweimonatige Wildnistour im südlichen Sibirien einsetzte und im Folgewinter noch für ein kurzes Offroad-Experiment im tief verschneiten Lappland. Mit der Zeit häuften sich aber die kleinen Macken und so ist aus dem Yak auch nach Austausch der beim Rückflug aus Lappland verbogenen Gabel wieder ein Reserverad geworden, das auf den nächsten glorreichen Einsatz wartet. (Januar 2018)

Radreisen

Mongolei & Altai 2006
Kirgistan & Tadschikistan 2012 *** Kirgistan 2013 *** Sajan & Altai 2014 (Bikerafting)

Kleinere Radtouren:
Schwedisch Lappland im Winter 2015 (auf Schneemobilpisten)

Kilometerstatistik

Jahr Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Summe Radreisen

2006






501,9 1540,9 500,1 65,7 -   2608,6 2527
2007 -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   3,0 13,6 16,6 -  
2008 -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   858,9 -   858,9 -  
2009 -   -   39,0 -   -   -   -   -   -   -   -   -   39,0 -  
2010 -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -  
2011 -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   -  
2012 -   -   -   -   -   -   -   654,7 1345,9 235,7 -   16,9 2253,2 2227
2013 -   -   -   -   30,6 -   -   467,8 688,2 448,1 352,5 173,0 2160,2 1054
2014 -   -   -   -   -   -   -   559,9 589,5 780,8 91,1 403,3 2424,6 1847
2015 -   293,4 -   -   -   -   -   -   -   -   -   -   293,4 293
2016 -   -   -   -   266,5 21,0 -   -   -   -   -   -   287,5 -  

Gesamtkilometer 10941,7 7948

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© 2008 by Richard Löwenherz